Ist es schädlich nur Leitungswasser zu trinken?

Ist es schädlich nur Leitungswasser zu trinken?

Trinkwasser ist ein sensibles Thema - vor allem, wenn es um die eigene Gesundheit geht. Gerade deshalb wollen wir dir die Fakten liefern, damit du selbst entscheiden kannst, ob du unser Leitungswasser trinken willst oder lieber auf eine andere Sorte umsteigst.

Mineralwasser

Zu unserem Leitungswasser gibt es eigentlich nur eine Alternative - Mineralwasser. Doch ist Mineralwasser wirklich besser als Leitungswasser? 
In der Verordnung über natürliches Mineralwasser, Quellwasser und Tafelwasser (Min/TafelWV) gehen gewisse Anforderungen klar hervor:

1. Es hat seinen Ursprung in unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten
Wasservorkommen und wird aus einer oder mehreren natürlichen oder
künstlich erschlossenen Quellen gewonnen

2. es ist von ursprünglicher Reinheit und gekennzeichnet durch seinen Gehalt
an Mineralien, Spurenelementen oder sonstigen Bestandteilen und
gegebenenfalls durch bestimmte, insbesondere ernährungsphysiologische
Wirkungen;

3. seine Zusammensetzung, seine Temperatur und seine übrigen wesentlichen
Merkmale bleiben im Rahmen natürlicher Schwankungen konstant; durch
Schwankungen in der Schüttung werden sie nicht verändert

Wenn du das so liest, klingt das alles sehr gut und nach erstem Verständnis die beste Lösung für die Trinkwasserqualität. Doch auch hier gibt es Tücken, vor allem weil vom Prinzip dem Mineralwasser keine Stoffe "entzogen" werden dürfen. Nur ganz wenige Verfahren sind erlaubt, um vereinzelte Stoffe herauszunehmen.
Das bedeutet auch, dass beinahe alle "Schadstoffe", die nicht in der Verordnung geprüft werden müssen, nahezu vollständig im Wasser verbleiben...

Hier auch noch ein Auszug aus einem Artikel von Utopia:

"Dennoch finden Labore immer wieder Rückstände von Schadstoffen. „Die wesentlichen Verunreinigungen, die man in manchen Mineralwässern finden kann, sind Pestizidmetaboliten – Abbauprodukte von Pestiziden – und Uran“, erklärt Jürgen Steinert von Öko-Test.

Sowohl Öko-Test als auch Stiftung Warentest bemängeln immer wieder, dass es mit der „urspünglichen Reinheit“ von Mineralwässern Probleme gibt."

Achtung!!

Mineralwasser und Quellwasser sind Geschütze Begriffe, die gewissen Kriterien entsprechen müssen. Wenn also nichts von Mineralwasser oder Quellwasser auf den Etiketten zu finden ist, dann ist es sogenanntes Tafelwasser.
Doch Tafelwasser ist nichts anderes als abgefülltes Leitungswasser!!

Und da in der Min/TafelWV Verordnung lediglich rund 55 Substanzen geprüft werden, können diese ggf. nicht den strengen Richtlinien der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) für Leitungswasser genügen...

Mineralwasser hat noch einen weiteren Nachteil gegenüber Leitungswasser, das sind die Kosten, der Transport, Lagerhaltung und Umwelteinfluss...

Kosten Mineralwasser

Dadurch das du oftmals das Mineralwasser mit dem normal Einkauf mit erledigst, "verbergen" sich oftmals die Kosten für das Wasser. Allerdings kann das bei einer 4 Köpfigen Familie ganz schön ins Geld gehen...

Hier habe ich zwei Rechenbeispiele für dich:

Als Berechnungsgrundlage diente beim Zwei- und Dreipersonenhaushalt die
Annahme, dass jede Person zwei Liter Wasser pro Tag trinkt. Beim
Vierpersonenhaushalt habe ich nur mit 3,5 Personen gerechnet, da
Kleinkinder und Kinder weniger trinken. Weiterhin wurde ein
durchschnittlicher Preis pro Liter Mineralwasser von 0,25 Euro verwendet.

Schauen wir uns doch einmal die Berechnung an, wenn wir auf etwas höherwertigeres Mineralwasser "setzen" würden.

Wie du siehst, hat die Art der Flasche von einmal einen erheblichen Einfluss
auf die Kosten, die du pro Jahr für Trinkwasser aufwenden darfst. Hinzu
kommen noch Kosten für Lagerung, Transport und natürlich auch die
„Schlepperei“.

Hättest du gedacht, dass du pro Jahr mehrere hundert Euro für Wasser
ausgeben kannst?

Leitungswasser

Jetzt möchten wir dir natürlich auch noch mehr Informationen rund um das Leitungswasser geben - der Fährnis halber.

§ 4 Allgemeine Anforderungen
(1) Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder
Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch
Krankheitserreger nicht zu besorgen ist. Es muss rein und genusstauglich
sein…“

Damit ist klar, dass unser Leitungswasser unter staatlichem Schutz steht.
Gleich zu Beginn der Verordnung ist zu lesen, dass die menschliche Gesundheit
geschützt werden muss, und zwar vor verunreinigtem Trinkwasser. Das
bedeutet, dass das Trinkwasser genusstauglich und vor allem frei von
Krankheitserregern und anderen Stoffen sein soll, insbesondere in
Konzentrationen, die gesundheitsschädigend sein können. Es ist zwar die
Aufgabe der Wasserwerke, die Wasserqualität zu überprüfen und
gegebenenfalls Maßnahmen einzuleiten, doch die Grenzwerte werden vom
Staat festgelegt.

Leitungswasser optimieren

Die gute Nachricht ist: Leitungswasser kannst du leicht filtern und damit viel Zeit
und Geld sparen, während du gleichzeitig dir und deinem Körper etwas Gutes
tust. Im Internet sind viele unterschiedliche Filtersysteme und Hersteller zu
finden.

Aus unserer persönlichen Sicht kann man die Filtersysteme, die am Markt
angeboten werden, in drei Gruppen einteilen:
1. Aktivkohle-Filterung
2. Wasserionisierung (basisches Wasser)
3. Umkehrosmose-Filterung.

Jedes dieser Filtersysteme hat seine Daseinsberechtigung!

Wenn du herausfinden möchtest, welcher Filtertyp du bist, kannst du gerne an unserem online Quiz teilnehmen. Damit erfährst du in wenigen Minuten, welches Filtersystem für dich infrage kommen könnte. Somit sparst du dir eine Menge Zeit, Nerven und ggf. auch Geld!

Fazit

Im ersten Moment erscheint es besser, auf Mineralwasser umzusteigen. Doch sowohl die Kosten und der Aufwand sprechen gegen das Mineralwasser.
Daher wäre es aus unserer Sicht nicht schädlich, nur Leitungswasser zu trinken. Vor allem weil es ausreichend und auch kostengünstige Filter bzw. Wasserfilter zu finden sind.

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