Mineralwasser vs. Leitungswasser

Mineralwasser vs. Leitungswasser

Die Meinungen gehen in Deutschland weit auseinander, wenn es um die Frage
geht, ob man lieber zur Mineralwasserflasche greifen oder Leitungswasser
trinken sollte. Manche vertrauen der Qualität des Leitungswassers nicht, wieder
andere sehen den Mineralstoffgehalt im Mineralwasser als großen Vorteil an.

Fangen wir mit dem Flaschenwasser an. Allein in Deutschland gibt es unzählige
Mineralwasserhersteller. Gleichzeitig gibt es auch sehr unterschiedliche
Verpackungen wie PET- und Glasflaschen. Für jeden Geschmack ist etwas
dabei, ob es nun Stille Mineralwässer sind oder mit Kohlensäure versetzte. Laut
Statista lag der Mineralwasser-Konsum im Jahr 1970 noch bei 12,5 Litern pro
Kopf, während im Jahr 2020 in Deutschland bereits durchschnittlich 133,8 Liter
Mineral- und Heilwasser je Einwohner konsumiert wurden.
Der tägliche Pro-Kopf-Konsum von
Mineralwasser liegt bei 0,39 Litern und ist damit hierzulande das
zweitbeliebteste Getränk. Spitzenreiter mit 0,44 Litern täglich ist Bohnenkaffee.

In der Min/TafelWV wird im Übrigen festgelegt, welche Voraussetzungen erfüllt
sein müssen, um Mineralwasser-Quellen überhaupt zu nutzen. Hier sind auch die Grenzwerte und ähnliches zu finden, die jede Quelle einzuhalten hat. Allerdings würde das hier den Rahmen sprengen, wenn alles aufgeführt wäre.
Grob zusammengefasst kann man sagen, dass es rund 55 Stoffe gibt, die im Mineralwasser getestet werden müssen.

Viele Tests, die sowohl vom Umweltbundesamt als auch von der Stiftung
Warentest durchgeführt wurden, belegen, dass unser Leitungswasser eine gute
bis sehr gut Qualität hat. Für das Leitungswasser spricht insbesondere: Es
gehört in Deutschland zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln. Das
wird deutlich, wenn wir uns ansehen, was alles geprüft werden muss. Unter
anderem sind dies mikrobiologische, chemische und radiologische
Anforderungen an die Trinkwasserbeschaffenheit ebenso wie bestimmte
Indikatorparameter wie Trübung, elektrische Leitfähigkeit oder Geruch und
Geschmack.

Alle Anforderungsbereiche sowie diverse Grenzwerte sind in der „Verordnung
über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung - TrinkwV)“ inklusive Anlagen festgelegt.
Auch hier würde es den Rahmen sprengen, wenn alles aufgeführt wäre...

Grob zusammengefasst kann man sagen, dass es rund 100 Stoffe gibt, die im Leitungswasser getestet werden müssen.

Was ist nun besser Mineralwasser oder Leitungswasser?

Jedes Wasser, ob nun Mineral- oder Leitungswasser, hat aus meiner persönlichen Sicht mit den gleichen Verunreinigungen zu kämpfen. Denn unsere Umwelt wird stark belastet durch Dünger, Pestizide, Luftverschmutzung und Ähnliches. All das sammelt sich in den Böden und gelangt Stück für Stück in das Grundwasser und auch in die Mineralwasserquellen...

Doch Mineralwasser hat hier einige entscheidende Nachteile.

1. Es ist aufwendiger zu besorgen (Transport)
2. Die Kosten sind höher als Leitungswasser (Durchschnitt-Kosten pro Liter Leitungswasser 0,007 Cent / Durchschnitt-Kosten pro Liter Mineralwasser 0,35 Cent)
3. Es gibt "keine" Möglichkeit, das Mineralwasser zu "optimieren".
4. Der Platzbedarf ist deutlich höher, da die Kisten gelagert werden müssen.
5. Umwelttechnisch gesehen belastet Flaschenwasser unsere Umwelt stärker als Leitungswasser - Gerade in Bezug auf Plastikflaschen.
6. Unser Leitungswasser wird strenger kontrolliert als das Mineralwasser.

Fazit

Unser Wasser hat aus meiner persönlichen Sicht generell mit der Qualität zu "kämpfen". Doch unser Leitungswasser wird zum einen strenger kontrolliert, mit rund 100 Substanzen im Vergleich zu Mineralwasser mit rund 55 Substanzen.
Ebenso kann das Leitungswasser durch entsprechende Filter besser "optimiert" werden, im Vergleich zu Mineralwasser.

Daher würde ich eine klare Empfehlung für das Leitungswasser aussprechen.

 

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